26. Porta Brescia

Die Porta Brescia in Peschiera del Garda, auch bekannt als das „Landtor“, war der Haupteingang, den Bauern und Händler nutzten, um in die Festung zu gelangen.

Sie befindet sich im westlichen Teil des Festungskomplexes und gilt auch heute noch als einer der eindrucksvollsten Zugänge zur Stadt. Ihre schlichte, kompakte Architektur – ohne dekorative Elemente – spiegelt vollständig die militärische Funktion wider, für die sie entworfen wurde: die Kontrolle der Zugänge und die Verteidigung des Stadtperimeters.

Schon beim Annähern an das Tor erkennt man den imposanten Bastion aus dem 16. Jahrhundert, der sich etwas weiter vorne erhebt. Diese massive Verteidigungsanlage mit ihren dicken, geneigten Mauern ist durch einen breiten Wassergraben geschützt, der zusammen mit den drei weiteren Kanälen ein vollständiges Schutzsystem rund um die gesamte Festung bildet. Der Graben hatte nicht nur eine Verteidigungsfunktion, sondern regelte auch den Zugang zur Stadt und erschwerte so jeden Überraschungsangriff.

Die Brücke, die die Porta Brescia mit dem Herzen der Festung verbindet, wurde 1760 von Anton Maria Lorna, einem Militäringenieur, entworfen und ist ein elegantes Beispiel für die Verteidigungsarchitektur jener Zeit.

Sie ersetzte eine frühere bewegliche Übergangsbrücke und bietet heute einen idealen Aussichtspunkt auf das System der Kanäle und Mauern.